Ein lebendiges Archiv der Erinnerung

Das digitale Archiv des Hauses Smodor

Archive unbekannter Fotografen aus der Region Kostroma – das visuelle Gedächtnis und der Alltag der Dörfer im 20. Jahrhundert.

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Eine Reise durch die Jahrzehnte

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Праздник села

Праздник села

Праздник на селе всегда был событием, вырывающим людей из череды трудовых будней, во многих сёлах и деревнях Костромской области традиция их отмечания сохраняется и сегодня. Часто именно в этих праздниках раскрывается идентичность места, таланты местных жителей, особенности их повседневной жизни, показаны места, где все собираются. В этой подборке представлены кадры фотографа Владимира Варновского, который фиксировал праздники в родном Парфеньевском районе.

20 Fotos
Памятники архитектуры

Памятники архитектуры

Наш проект тесно связан с проблемой охраны памятников культурного наследия, их восстановлением и консервацией. На территории некогда богатейшей Костромской области было воздвигнуто огромное число уникальных храмов и усадеб, сильно пострадавших или утраченных в XX и XXI веке. Эдуард Репин - один из наших фотографов - был активным участником сохранения наследия, организатором костромского отделения ВООПИКа, запечатлел множество памятников архитектуры, осознавая их ценность и безвременность утраты.

14 Fotos
Michail Smodor

Michail Smodor

Michail Smodor war der Fotochronist von Galitsch und fotografierte die Stadt und ihre Bewohner drei Jahrzehnte lang. Nach sieben Lehrjahren beim Warschauer Meister Jakow Tiraspolski eröffnete er in Galitsch ein eigenes Atelier. Seine Aufnahmen — Architektur und Landschaften, die Fischer der Rybnaja Sloboda, Feste und Alltagsszenen — wurden auf einer Gewerbeausstellung gezeigt und als Postkarten verbreitet. 1935 wurde Smodor aufgrund einer falschen Denunziation in den Gulag zum Bau des Moskau-Wolga-Kanals geschickt; zwei Jahre später kam er mit zerrütteter Gesundheit frei und starb 1942 — er hinterließ eine reiche Fotochronik von Galitsch im ersten Drittel des 20. Jahrhunderts.

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Wladimir Russin

Wladimir Russin

Wladimir Iwanowitsch Russin war ein Fotograf aus Sudislawl, der das Leben einer kleinen Kreisstadt in den 1920er–1940er Jahren festhielt. Seine Aufnahmen bewahrten das Bild des vorrevolutionären und frühsowjetischen Sudislawl: Straßen, Feste, Arbeit, Porträts der Einwohner und den Alltag am Vorabend des Zweiten Weltkriegs. Ohne eigenes Atelier fotografierte Russin sowohl Vertreter der örtlichen Elite als auch einfache Bürger und hinterließ eine einzigartige visuelle Chronik seiner Zeit. Dank des erhaltenen Archivs von Glasnegativen lässt sich heute eine Welt betrachten, die bald darauf durch den Krieg unwiederbringlich verändert wurde.

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Alexander Dudin

Alexander Dudin

Alexander Filaretowitsch Dudin war Dorffotograf und Lehrer aus Sowega, einem abgelegenen Dorfverbund im Gebiet Kostroma. Als Lehrer für Physik und Zeichnen dokumentierte er über viele Jahre das Alltagsleben der umliegenden Dörfer: Schulfeste, Hochzeiten, Subbotniks, Familienereignisse, Arbeit und Alltag der Bewohner. Nach seinem Tod galt das Archiv als verloren, bis 2021 ein Teil der Negative zufällig in einem verlassenen Haus entdeckt wurde. Diese Filme bewahrten ein einzigartiges visuelles Zeugnis des nordrussischen Dorflebens der 1960er–1980er Jahre und gaben Menschen ihre Erinnerung zurück, deren Geschichten sonst für immer vergessen worden wären.

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Pjotr Marjin

Pjotr Marjin

Pjotr Grigorjewitsch Marjin war ein Dorffotograf aus dem Dorf Spas im Bezirk Wochma des Gebiets Kostroma. Nach dem Armeedienst widmete er sich der Fotografie: Er fotografierte den dörflichen Alltag und Familienereignisse und betrieb viele Jahre ein Heimatelier, in dem er Passbilder für die Bewohner der umliegenden Dörfer anfertigte. Sein erhaltenes Fotolabor und die gefundenen Negative wurden zu einem einzigartigen Zeugnis des Lebens in der russischen Provinz der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Durch die Entdeckung und Bewahrung dieses Archivs kehrten Hunderte Gesichter und Geschichten der Menschen zurück, die den Alltag einer kleinen ländlichen Gemeinschaft prägten.

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Wladimir Krasnuchin

Wladimir Krasnuchin

Wladimir Sergejewitsch Krasnuchin (1911–1941) war ein Amateurfotograf aus dem Dorf Kuschbal im Bezirk Neja, Enkel des Priesters Pawel Krasnuchin. Als ausgebildeter Chemieingenieur hielt er auf Glasplatten das friedliche Leben seiner großen Familie fest — Schwestern und Neffen, das Elternhaus und den Apfelgarten in Kuschbal. Im Sommer 1941, nach dem Studienabschluss im bereits belagerten Leningrad, meldete er sich freiwillig zur Verteidigung der Stadt und starb im Dezember 1941 im blockierten Leningrad. Seine Negative, gefunden in einer Truhe des verlassenen Familienhauses, bewahrten die Gesichter einer Familie, deren Briefe und Tagebücher zur Chronik des russischen 20. Jahrhunderts wurden.

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Andrej Nossow

Andrej Nossow

Andrej Nossow ist ein Amateurfotograf aus Galitsch, ein Fischer in der Familientradition der Rybnaja Sloboda. Mit sieben Jahren begann er, mit der vom Vater geerbten Zorki-Kamera zu fotografieren: Freunde und Verwandte, Subbotniks und Maidemonstrationen, Hochzeiten, Junggesellenabende und das Angeln auf dem Galitscher See — den Alltag einer Provinzstadt der 1980er und frühen 1990er Jahre. Fünfzig sorgfältig beschriftete Swema-Filme lagen zwanzig Jahre beim Galitscher Heimatforscher Nikolai Sotnikow, bis die Fotografin Jekaterina Solowjowa sie digitalisierte — so kehrte das Leben der Rybnaja Sloboda und ihrer Bewohner aus der Vergessenheit zurück.

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